Regensburg und viele Umlandgemeinden haben in den vergangenen Jahren ein enormes Wachstum durch stark verdichtete Neubaugebiete erfahren. Der Siedlungsdruck ist auch in Donaustauf spürbar [...]



  • Wie soll die Gemeinde damit umgehen? In der jüngeren Vergangenheit wurde die Initiative oftmals Bauträgern überlassen, Beispiel Egelseestraße, Ludwigstraße, Bayerwaldstraße. Welcher Verdichtungsgrad ist noch sinnvoll? Ein Konzept für die Ortsentwicklung fehlt bisher in der Marktgemeinde völlig. Die zahlreichen Widersprüche gegen den Bebauungsplan Bayerwaldstraße haben gezeigt, dass der bisher verfolgte Weg in der Siedlungspolitik in der Bevölkerung zunehmend auf Ablehnung stößt. In Donaustauf sollte ein Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern über wichtige Bedürfnisse stattfinden, dessen Ergebnisse in einem zukünftigen Konzept zur Ortsentwicklung berücksichtigt werden. Als einer der schönsten Orte in der Region Regensburg hat Donaustauf eine sensible und durchdachte Baupolitik verdient, um die Lebensqualität langfristig zu sichern.

    Wir setzen uns ein für:

    • Die Abkehr von der bisherigen Strategie der Siedlungsentwicklung: Donaustauf kann aufgrund seiner Struktur kein bloßer Wohnraumlieferant für die Region sein. Der Ort verträgt nur ein maßvolles Wachstum. Die Donaustaufer Baupolitik muss aufgrund der knappen Flächen zunächst an den Bedürfnissen der örtlichen Bevölkerung ausgerichtet sein. Deshalb sind z.B. Modelle zu entwickeln, die es besonders ortsansässigen Familien und Einzelpersonen ermöglichen, Wohneigentum zu erwerben oder an passende Mietwohnungen zu gelangen. Eine Baulandentwicklung durch die Marktgemeinde selbst ist hierbei als wesentliche Maßnahme anzustreben.
    • Die Erarbeitung eines Ortsentwicklungskonzeptes unter frühzeitiger Beteiligung der Bevölkerung. Die partnerschaftliche Einbindung der Bevölkerung bei der Planung von Bauprojekten führt zu besseren Ergebnissen und sichert eine breite Akzeptanz der geplanten Vorhaben.
    • Die Berücksichtigung der verkehrlichen Auswirkungen bei der Planung von Neubaugebieten und bei Bauprojekten, die zu einer Nachverdichtung im Bestand führen: Die neu hinzukommende Bebauung muss sich in ihrem Maßstab den Gegebenheiten am Ort anpassen. Eine Überlastung der teils engen Verkehrswege im Ortsbereich durch eine überdimensionierte Bebauung kann nur durch eine, den örtlichen Gegebenheiten angepasste und vorausschauende Bauleitplanung der Marktgemeinde vermieden werden. Hinsichtlich der Probleme in der Maxstraße ist die nachholende Umsetzung der ursprünglich vorgesehenen Maßnahmen empfehlenswert, um den Verkehr zu entschleunigen und so die Gefährlichkeit dieses Bereiches besonders für Fußgänger zu verringern.