Strath-Areal: UPDATE März 2017



  • In seiner Sitzung am 14. Januar 2016 fasste der Donaustaufer Marktgemeinderat den Beschluss, Angebote für Planungsleistungen zur Aufstellung des Bebauungsplans „Strath-Areal“ einzuholen.
    Erst in der Sitzung des Bau- und Umweltschusses am 25. Oktober war das “Strath-Areal” wieder Gegenstand der Beratungen. Gerald Eska vom gleichnamigen Planungsbüro aus Bogen stellte zwei Planvarianten vor, die nach seinen Worten eine Synthese und Weiterentwicklung aus Entwürfen des Büros Trummer aus dem Jahr 2015 und dem Planentwurf des Bauträgers FSI waren. Bemerkenswert an dieser Präsentation waren zunächst die völlig überraschenden Begleitumstände: Nach dem Beschluss zur Angebotseinholung für Planungsleistungen und den folgenden neun Monaten Funkstille zum Thema “Strath” erschien nun in einer Ausschusssitzung ein offenbar von der Gemeinde beauftragter Planer mit Entwürfen, die sich teilweise auf einen Planentwurf eines Bauträgers aus Regensburg bezogen, von dessen Beteiligung am Projekt “Strath” ebenfalls bisher nicht die Rede war.
    Die gezeigten Planvarianten des Büros Eska sahen eine Bebauung des Strath-Areals mit vorwiegend Einzel- oder Doppelhäusern vor, an der Lessingstraße sollten größere Mehrfamilienhäuser entstehen. Aufgerechnet ergab sich so eine Anzahl von 37 bis 45 Wohneinheiten. Hier lag auch einer der Hauptkritikpunkte der Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses, die die Bebauung in dieser Dimension als zu dicht empfanden. Seither ist in mehreren Sitzungen des Marktgemeinderates um eine mehrheitsfähige Weiterentwicklung der Planungen gerungen worden. Sowohl die verringerte Dichte der Bebauung als auch der “schonendere” Umgang mit dem Gelände durch einen Verzicht auf Abgrabungen sind wesentliche Verbesserungen. Derzeit läuft die Erschliessungsplanung durch ein Fachbüro, die als Grundlage für den endgültigen Entwurf des Bebauungsplans dienen wird. Überraschungen bei der Umsetzbarkeit und bei der Sinnhaftigkeit der bisherigen Planungen sind nicht ausgeschlossen, denn offensichtlich wurden z.B. die bestehenden Gegebenheiten hinsichtlich der Topografie vom beauftragten Planungsbüro Eska weitgehend ignoriert. Erst mit dem Dienstantritt des neuen Geschäftsleiters der VG Donaustauf wurden diese und andere Fakten, auf die auch das Bürgerforum Donaustauf immer wieder hingewiesen hat, zur Kenntnis genommen. Insgesamt erfuhren die Planungen zum Strath-Areal zuletzt wichtige und notwendige Korrekturen, was auch einen erheblichen Fortschritt im Umgang der Marktgemeinde mit berechtigter Kritik bedeutet. Dennoch bleibt als Zwischenfazit: Durch die damalige frühzeitige Fixierung der Donaustaufer Bauverwaltung und des beauftragten Planers auf eine bauträgergerechte Bauleitplanung wurden viele Chancen bei der Überplanung des “Strath-Areals” vergeben. Für eine endgültige Bewertung ist es dennoch zu früh, es scheint Bewegung in das Projekt gekommen zu sein. Das nächste Mal wird das Thema “Strath” wohl in der April-Sitzung des Marktgemeinderates auf der Tagesordnung stehen. Fortsetzung folgt…